Gattung T:

Talns 971

Gedeckte Schüttgutwagen mit schlagartiger Schwerkraftentladung, hydraulischem Klappenverschlusssystem und vier Radsätzen.
Die Wagen entsprechen in ihren baulichen Merkmalen und ladetechnischen Eigenschaften den Fal-Wagen. Sie haben die Wahl zwischen mechanischem und hydraulischem Klappenverschlusssystem. Die Wagen sind zusätzlich mit einem einteiligen Schwenkdach ausgerüstet, das mit einem Handrad von der Wagenbühne aus betätigt wird. Der Einsatzbereich ist der Transport von nässeempfindlichen Schüttgütern. Für eine bessere Fließfähigkeit sind bestimmte Wagen mit einer Innenbeschichtung versehen.

Technische Details

Laderaum (m3) 77,5
Breite der Beladeöffnung (mm) 1.200
Länge der Beladeöffnung (mm) 12.300
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) 25.000
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 120
Internationale Verwendungsfähigkeit TENRIV
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 75
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 2008
Feststellbremse mit Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP-A (K)
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 1
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 300
Art der Lastabbremsung automatisch
Bauart der Puffer UIC 526-1, Kategorie A
Puffertellerabmessungen (mm) 450 x 340
Automatische Kupplung vorbereitet
Bauart des Steuerventils KE2DVSL-ALBD 125/1

Individuelle Daten

Ausschlag der Seitenklappen - größter (mm) 4.290
Länge der Entladeöffnung (mm) 5.275 (je Klappe), 11.008 (gesamt)
Schraubenkupplung, verstärkt (kN) 1.350
Zughaken, verstärkt (kN) 1.500
Zeichnung und Bauart der verstärkten Zugeinrichtung 1Fwg000.0.05.017.146
Lastgrenzen

Eigengewicht > 24,0 t ≤ 24,5 t

mit Feststellbremse

 AB1B2CD2D3D4
S39,5 t40,5 t47,5 t55,5 t58,5 t65,5 t65,5 t
120
DB CM2 CM3 CM4
100 58,5 t 59,5 t 59,5 t

Sonstige Vermerke:

Der Wagen ist für die Beförderung von feuchtigkeitsempfindlichen Schüttgütern verschiedener Art (z. B. Branntkalk) zu mit besonderen Entladeeinrichtungen (Tiefbunker) ausgerüsteten Entladestellen vorgesehen. Die Beladung des Wagens soll über Hochbunker, Trichter oder Bandbeladeanlagen, die eine mittige und gleichmäßige Beladung gewährleisten, erfolgen. Der Wagen hat einen hydraulischen Daumenwellenverschluss, der die gleichzeitige Betätigung aller 4 Klappen (1x 4) erlaubt.
Der Wagenkasten besteht aus dem sattelförmigen Boden, den fest mit den Untergestell-Fachwerkträgern verbundenen Stirnwänden, den Seitenwänden, den vier an den Seitenwänden aufgehängten Entladeklappen und dem Quersattel, der den Wagenkasten in zwei gleich große Kammern unterteilt. Der sattelförmige Boden ist eine Fachwerkträger-Konstruktion in Segmentbauweise, deren Untergurte die Langträger und deren Obergurte den First unter dem Firstwinkel bilden. Die Sattelneigung beträgt 49° zur Waagerechten. Zwischen den gekanteten Langträgern befinden sich die Hauptquerträger, Querträger sowie die Träger für Druckluftbremseinrichtung und den Antrieb des Klappenverschlusses. Die Berührungsflächen zwischen den Klappen und dem Wagenkasten bzw. zwischen Dach und Kasten sowie die Firstwinkel von Längs- und Quersattel sind aus Edelstahl 1.4301 ausgeführt. Um das Festbacken von Ladegutresten zu verhindern, sind in den Kastenecken Auskleidungen vorhanden. Das obere Saumeisen an der Beladeöffnung hat eine abgerundete Oberseite und besteht aus einem Abkantprofil, das mit der oberen Seitenwand einen geschlossenen Hohlträger bildet.
Die Ladegutkammern werden an jeder Seite im unteren Bereich durch die Klappen verschlossen. Diese Klappen hängen in 2 Klappenlagern, ausgeführt mit selbstschmierenden Elges-Gelenklagern, am Wagenkasten. Zwischen diesen Lagerstellen haben die Klappen korrosionsfreie Druck- bzw. Abstützpunkte gegen die Seitenwand.
Die Abdichtung der Klappe zum Sattelblech erfolgt über eine schneidende Edelstahldichtleiste. Die seitlichen Dichtungen an der Stirnwand werden so ausgeführt, dass Regenwasser nicht direkt zur Ladung kommen kann. Die Klappe wird im geschlossenen Zustand, zur Erzielung einer guten Abdichtung, durch 5 Druckstücke bzw. Daumen auf einer Daumenwelle gehalten.