Gattung T:

Talns 970

Gedeckte Schüttgutwagen mit schlagartiger Schwerkraftentladung, hydraulischem Klappenverschlusssystem und vier Radsätzen.
Die Wagen entsprechen in ihren baulichen Merkmalen und ladetechnischen Eigenschaften den Fal-Wagen. Sie haben die Wahl zwischen mechanischem und hydraulischem Klappenverschlusssystem. Die Wagen sind zusätzlich mit einem einteiligen Schwenkdach ausgerüstet, das mit einem Handrad von der Wagenbühne aus betätigt wird. Der Einsatzbereich ist der Transport von nässeempfindlichen Schüttgütern. Für eine bessere Fließfähigkeit sind bestimmte Wagen mit einer Innenbeschichtung versehen.

Technische Details

Laderaum (m3) 77,5
Breite der Beladeöffnung (mm) 1.200
Länge der Beladeöffnung (mm) 11.800
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) 25.000
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 120
Internationale Verwendungsfähigkeit nein
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 75
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 1995
Umbaujahr 1998 (aus Talns 969)
Feststellbremse mit und ohne Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP-A bzw. KE-GP-A (K)
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 1
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 406/300
Art der Lastabbremsung automatisch
Bauart der Puffer UIC 526-1, Kategorie A
Puffertellerabmessungen (mm) 450 x 340
Automatische Kupplung nicht vorbereitet
Bauart des Steuerventils KE 2dSL-ALB/d72/1

Individuelle Daten

Ausschlag der Seitenklappen - größter (mm) 4.300
Länge der Entladeöffnung (mm) 5.025 (je Klappe), 10.508 (gesamt)
Zugeinrichtung 1Fwg000.0l05.017.146
Lastgrenzen

Eigengewicht > 24,5 t ≤ 25,0 t

mit und ohne Feststellbremse

 AB1B2CD2D3D4
S37,5 t37,5 t47,0 t55,0 t55,0 t65,0 t65,0 t
120
DB CM2 CM3 CM4
100 55,0 t 59,0 t 59,0 t

Sonstige Vermerke:

Der Wagen ist für die Beförderung von feuchtigkeitsempfindlichen Schüttgütern zur Entladung in Tiefbunker konzipiert. Die Entladestellen müssen das gleichzeitige Öffnen der vier Seitenklappen und ein ungehindertes Abfließen des Ladegutes unter SO gewährleisten.
Der Wagen ist in Ganzstahlbauweise unter Verwendung von Sonderprofilen, Profilen, abgekanteten Blechen bzw. Blechen als Schweißkonstruktion hergestellt. Der Wagenkasten besteht aus dem sattelförmigen Boden, den fest mit den Untergestell-Fachwerkträgern verbundenen Stirnwänden, den Seitenwänden, den vier an den Seitenwänden aufgehängten Entladeklappen (Seitenklappen) und dem Quersattel, der den Wagenkasten in zwei gleich große Kammern unterteilt. Der sattelförmige Boden ist eine Fachwerkträger-Konstruktion in Segmentbauweise. Die Sattelneigung beträgt 49° zur Waagerechten. An dem durch den Quersattel in zwei Kammern unterteilten Wagenkasten sind im unteren Bereich je Seite 2 Auslauföffnungen vorgesehen, die durch Seitenklappen verschlossen werden. Die Ecken der Kammern sind mit zusätzlichen Blechstreifen so ausgekleidet, dass keine Ladegutreste zurückbleiben. Zwischen den Langträgern sind die Hauptquerträger, Querträger sowie die Träger für die Druckluftbremseinrichtung und der Antrieb für den Klappenverschluss angeordnet.
Das Öffnen und Schließen der Entladeklappen erfolgt über einen hydraulisch angetriebenen Daumenwellenverschluss. Alle vier Klappen werden gleichzeitig geöffnet bzw. geschlossen.
Das Öffnen und Schließen des Schwenkdaches erfolgt über einen in Wagenmitte angeordneten Hydraulikzylinder. Das für die hydraulischen Einrichtungen benötigte Drucköl wird von einer Radsatzpumpe während der Fahrt in einen Gasdruckspeicher befördert. Für das Öffnen und Schließen der Klappen durch die hydraulischen Einrichtungen sind drei Bedienungsmöglichkeiten vorgesehen:
Automatische oder Einzelbetätigung des hydraulischen Verschlusssystems von ortsfestem Bedienpult aus über Funk (Funknahsteuerung „Funa“).
Betätigung der hydraulischen Steuereinrichtung mit einem langstieligen Vierkantschlüssel (DIN 25 255) vom seitlichen Bedienungsgang der Bunkeranlage aus.
Steuerungsbetätigung auf der Wagenbühne mit einer an der Wagenstirnwand angeordneten Handsteuereinrichtung.