Gattung T:

Tals 966

Gedeckte Schüttgutwagen mit schlagartiger Schwerkraftentladung, hydraulischem Klappenverschlusssystem und vier Radsätzen.
Die Wagen entsprechen in ihren baulichen Merkmalen und ladetechnischen Eigenschaften den Fal-Wagen. Sie haben die Wahl zwischen mechanischem und hydraulischem Klappenverschlusssystem. Die Wagen sind zusätzlich mit einem einteiligen Schwenkdach ausgerüstet, das mit einem Handrad von der Wagenbühne aus betätigt wird. Der Einsatzbereich ist der Transport von nässeempfindlichen Schüttgütern. Für eine bessere Fließfähigkeit sind bestimmte Wagen mit einer Innenbeschichtung versehen.

Hinweis: Bauart ähnelt Wagen auf dem Foto. Exakte Abmessungen entnehmen Sie bitte der Zeichnung sowie unten genannten Daten.

Technische Details

Laderaum (m3) 53,5
Breite der Beladeöffnung (mm) 1.200
Länge der Beladeöffnung (mm) 10.540
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) 27.780
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 100
Internationale Verwendungsfähigkeit RIV
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 75
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 1973
Feststellbremse mit Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 1
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 406
Art der Lastabbremsung zweistufig, mechanisch, von Hand umzustellen
Bauart der Puffer: Endkraft (kN) 590
Bauart der Puffer: Hub (mm) 105
Puffertellerabmessungen (mm) Ø 450
Automatische Kupplung vorbereitet
Bauart des Steuerventils KE 1adSL

Individuelle Daten

Ausschlag der Seitenklappen - größter (mm) 4.180
Höchstzulässiger Knickwinkel beim Befahren von Fähren 1°30’
Länge der Entladeöffnung (mm) 4.930 (je Klappe), 10.250 (gesamt)
Lastgrenzen

Eigengewicht > 27,5 t ≤ 28,0 t

mit Feststellbremse

 AB1B2C2C3C4
S29,5 t29,5 t44,0 t45,5 t52,0 t52,0 t

Sonstige Vermerke:

Die Wagen der BA 966.0 erhalten ab 2010 eine Modifizierung der hydraulischen Klappensteuerung und erhielten dann die neue BA-Nr. 966.1.
Der Wagen ist hauptsächlich für die Beförderung von nässeempfindlichen schwer fließenden Schüttgütern mit hohen spezifischen Gewichten geeignet.
Der Wagenkasten besteht aus dem sattelförmigen Boden, den fest mit den Untergestellfachwerkträgern verbundenen Stirnwänden, den Seitenwänden, den vier an den Seitenwänden angelenkten Entladeklappen und dem Quersattel, der den Wagenkasten in zwei gleich große Kammern unterteilt. Der sattelförmige Boden ist eine Fachwerkträger-Konstruktion, deren Untergurte die Langträger bilden, und deren Obergurte oder Firstwinkel unter der Sattelbodenspitze liegen. Die Sattelneigung beträgt 65° bezogen auf die Waagerechte. Zwischen den Langträgern befinden sich die Hauptquerträger, die Träger für die Druckluftbremseinrichtung und an beiden Wagenenden die Tragkonstruktion für die Aufnahme der Zugeinrichtungen. Der obere Teil des Wagenkastens hat die Form einer abgestumpften Pyramide. Er ist damit auch in diagonaler Richtung versteift. Der Werkstoff der Kasten- und Sattelbleche ist St 52-3 Cu 3. Zur Beladung des Wagens wird das Schwenkdach von der Bedienungsbühne aus mit einem Handrad geöffnet. Dabei wird eine über die ganze Wagenlänge reichende Öffnung von 1 200 mm Breite freigegeben. Das geöffnete Dach bleibt innerhalb der Wagenbegrenzungslinie.
Die gegenüberliegenden Klappen werden paarweise hydraulisch geöffnet und geschlossen. Der für die hydraulischen Einrichtungen benötigte Öldruck wird von einer Radsatzpumpe während der Fahrt erzeugt. Bei Störungen an der Hydraulikanlage kann der benötigte Öldruck durch eine Handpumpe erzeugt werden. Die Steuerventile werden von der Bedienungsbühne aus betätigt.
Zur Prüfung, ob die Klappen ordnungsgemäß verschlossen sind, dient eine in Wagenmitte eingebaute Anzeigeeinrichtung. Diese Einrichtung ragt über die Seitenwand hinaus, wenn die Klappen nicht einwandfrei verschlossen sind.