Gattung R:

Rilns 654

Drehgestellflachwagen mit vier Radsätzen, verschiebbarem Planenverdeck, jedoch ohne Rungen.
Die Ausrüstung mit Planen-(Schnell-)Verdeck ermöglicht den Transport von Gütern, für die ein Nässeschutz erforderlich ist. Das Verdeck zeichnet sich durch einfache Handhabung mit Ein-Mann-Bedienung, Leichtgängigkeit und Zentralverriegelung aus. Im geöffneten Zustand ist die Ladefläche fast ganz freigelegt.

Hinweis: Bauart ähnelt Wagen auf dem Foto. Exakte Abmessungen entnehmen Sie bitte der Zeichnung sowie unten genannten Daten.

Technische Details

Ladelänge (mm) 18.510
Ladebreite (mm) 2.710
Ladefläche (m2) 49,2
Laderaum (m3) ca. 107,0
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) 25.300
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 120
Internationale Verwendungsfähigkeit RIV
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 35
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 1994
Feststellbremse mit und ohne Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP-A
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 1
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 406
Art der Lastabbremsung stufenlos, selbsttätig, pneumatisch
Bauart der Puffer UIC 526-1, Kategorie A
Puffertellerabmessungen (mm) 450 x 340
Automatische Kupplung vorbereitet (Querbalkenabstützung)
Bauart des Steuerventils KE 2dSL-ALB/d8
Lastgrenzen

Durchschnittl. Eigengewicht 25,3 t

mit und ohne Feststellbremse

 ABCD
S38,5 t46,5 t56,5 t64,5 t
120
DB CM
100 58,5 t

Einzellasten

 m
a-a232,033,0
b-b539,044,0
c-c942,052,0
d-d1552,064,5
e-e1864,528,0

Sonstige Vermerke:

Mit dem Wagen können Güter transportiert werden, für die ein Nässeschutz erforderlich ist. Je Wagenlängsseite sind am äußeren Fußbodensaumeisen 15 Zurrösen und an den Innenseiten der Stirnwände je 4 Zurrösen in einer Höhe über FO von 0,75 m und 1,5 m angebracht. Die Zurrösen in der Stirnwand halten einer parallel zur Wagenlängsachse ausgeübten Zugkraft von 30 kN stand. Weiterhin sind im Fußboden je Längsseite 9 versenkbare Verzurreinrichtungen vorhanden. Sie sind für eine Zugkraft von 170 kN bei einem Kraftangriffswinkel von 45° zur Fußbodenoberfläche und 30° zur Wagenlängsmittellinie ausgelegt. Die auf dem äußeren Langträger angebrachten Saumeisen sind ca. 20 mm höher als der Wagenfußboden und verhindern damit ein seitliches Auswandern des Ladegutes. In beiden Saumeisen sind je 13 Befestigungspunkte (60 mm breit, Rundeisen 20 mm Durchmesser) integriert.

Das Planendach wird in geschlossener Stellung manuell verriegelt. Die 4-Punkt-Zentralverriegelung an der Stirnwand ist robust und einfach. Durch die gewählte Anordnung der Betätigungseinrichtung ist das Entriegeln des Planendaches sowohl vom Erdboden als auch von einer Rampe aus möglich. Die beidseitig an jeder Stirnwand angeordneten Verriegelungshaken einschließlich ihrer Betätigungshebel sind über eine drehbar gelagerte Welle miteinander verbunden. Hierdurch wird das Betätigen von nur einer Wagenseite möglich.
Das Planendach lässt sich jeweils zu einem Wagenende hin so weit zusammenschieben, dass jeweils ca. 2/3 des Wagens freigelegt werden kann. Der Wagen darf nur mit geschlossenem und verriegeltem Planendach verkehren.
Die Wagenabdeckung erfolgt mit einer PVC-beschichteten Gewebeplane, die auf 18 Rohrrahmen aufliegt und über Laufwagen in Wagenlängsrichtung verschoben werden kann. Die unteren Laufwagenrollen wirken als Abhebesicherungen. Sie greifen unter die Laufschienenunterkanten und verhindern so ein Abheben der Hauben bei Auflaufstößen oder seitlicher Windbelastung.
Die Stirnwände setzen sich aus zwei äußeren und zwei mittleren Stirnwandsäulen und einem Rahmen zur Aufnahme des Dichtgummis zusammen. Die Beblechung ist aus 3 mm dicken Blechen ausgeführt.

 

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit!