Gattung F:

Fals 185

Offene Schüttgutwagen mit schlagartiger Schwerkraftentladung, mechanischem Klappenverschlusssystem und vier Radsätzen.
Ein paar Vorteile: Die Klappen werden paarweise (gegenüberliegend) entweder von Wagenbühne oder mit einem langstieligen Vierkantschlüssel vom Bunkersteg aus geöffnet. Sie pendeln frei zur Seite aus und werden einzeln außerhalb der Bunkeranlage geschlossen.

Hinweis: Bauart ähnelt Wagen auf dem Foto. Exakte Abmessungen entnehmen Sie bitte der Zeichnung sowie unten genannten Daten.

Technische Details

Laderaum (m3) 75,0
Breite der Beladeöffnung (mm) 1.955
Länge der Beladeöffnung (mm) 10.688
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) 24.500
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 120
Internationale Verwendungsfähigkeit RIV
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 75
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 1989
Feststellbremse mit und ohne Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 1
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 406
Art der Lastabbremsung mechanisch, pneumatisch
Bauart der Puffer: Endkraft (kN) 590
Bauart der Puffer: Hub (mm) 105
Puffertellerabmessungen (mm) Ø 450
Automatische Kupplung vorbereitet
Bauart des Steuerventils KE 2dSL/D

Individuelle Daten

Ausschlag der Seitenklappen - größter (mm) 4.900
Ausschlag der Seitenklappen - in Stützstellung (mm) 4.100
Höchstzulässiger Knickwinkel beim Befahren von Fähren 1°30’
Länge der Entladeöffnung (mm) 5.000
Lastgrenzen

Durchschnittl. Eigengewicht 24,5 t

mit und ohne Feststellbremse

 AB1B2C2C3C4
S35,0 t35,0 t47,0 t51,5 t55,0 t55,0 t

Sonstige Vermerke:

Der Wagen ist für die Beförderung von Erz, Kohle, Koks und anderen nicht nässeempfindlichen Schüttgütern vorgesehen. Er ist durch vier große Seitenklappen in Verbindung mit einem Sattelboden für die Entladung in Tiefbunker besonders geeignet.
Der Wagenkasten besteht aus dem sattelförmigen Boden, den fest mit den Untergestell-Fachwerkträgern verbundenen Stirnwänden, den Seitenwänden, den vier an den Seitenwänden angelenkten Entladeklappen und dem Quersattel, der den Wagenkasten in zwei gleich große Kammern unterteilt. Der sattelförmige Boden ist eine Fachwerkträger-Konstruktion, deren Untergurte die Langträger bilden und deren Obergurt unter dem Sattelfirst liegt. Zwischen den Langträgern befinden sich die Hauptquerträger, die Träger für die Bremseinrichtungen und an beiden Wagenenden die Tragkonstruktionen für die Aufnahme der Zugeinrichtungen. Der obere Teil des Wagenkastens hat die Form einer abgestumpften Pyramide. Er ist damit auch in diagonaler Richtung versteift. Der Werkstoff der Kasten- und Seitenbleche ist St 52-3 Cu.
Die Seitenklappen haben Daumenverschlüsse, die von den Stirnwänden aus betätigt werden. Das Öffnen der Klappen erfolgt paarweise und kann durch drehen der Betätigungswelle entweder vom Bedienungsstand der Bühne oder über die Ansatzstücke mit langstieligem Vierkantschlüssel vom Bunkersteg aus eingeleitet werden. Die Klappen pendeln nach dem Öffnen frei zur Seite aus. Die Größe des Ausschlags der Klappen ist durch den Druck des herausrutschenden Ladegutes bedingt. Das Schließen der Klappen erfolgt einzeln außerhalb der Bunkeranlage mit einem besonderen Schließhebel.
Die Wagen wurden innen mit einem Dickschichtanstrich ausgerüstet und der seitliche Klappendichtbereich mit Edelstahl gepanzert.

 

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit!