Gattung F:

Falrrs 152

Offene Schüttgutwagen mit schlagartiger Schwerkraftentladung, hydraulischem Klappenverschlusssystem und 6 Radsätzen.
Gut abgestimmt: Die gleichzeitige Öffnung bzw. Schließung aller vier Klappen wird durch Betätigen eines Steuerventils entweder von der Wagenbühne oder vom Bunkersteg aus mit einem speziellen langstieligen Vierkantschlüssel möglich.
Ein magnethydraulischer Klappverschluss gestattet kontinuierliche, vollautomatische Entladung (kontaktloses Ansteuern während der Vorbeifahrt an ortsfesten Magneten) auf entsprechend ausgerüsteten Anlagen. Auch eine manuelle Betätigung wie beim hydraulischen und pneumatischen Klappenverschluss ist möglich.

Hinweis: Bauart ähnelt Wagen auf dem Foto. Exakte Abmessungen entnehmen Sie bitte der Zeichnung sowie unten genannten Daten.

Technische Details

Laderaum (m3) 140,0
Breite der Beladeöffnung (mm) 2.238
Durchschnittl. Eigengewicht (kg) > 66.800 ≤ 69.600
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 120
Internationale Verwendungsfähigkeit nein
Kleinster Gleisbogenhalbmesser (m) 75 (ladungsabhängig)
Erstes Lieferjahr oder Baujahr der z. Z. ältesten Wagen 2003
Feststellbremse mit und ohne Feststellbremse
Bauart der Bremse KE-GP-A
Anzahl der Bremszylinder (Stck.) 2 x 2
Durchmesser der Bremszylinder (mm) 300
Art der Lastabbremsung automatisch
Automatische Kupplung UIC-AK 69e mit Querbalkenabstützung
Bauart des Steuerventils KE 2dSL-ALB/d53/1

Individuelle Daten

Ausschlag der Seitenklappen - größter (mm) 4.300
Länge der Entladeöffnung (mm) 5.050 (je Klappe), 2 x 10.710 (gesamt)
Kuppelstange 1Fwg153.0.05.045.001
Lastgrenzen

Eigengewicht > 68,0 t ≤ 68,5 t

mit und ohne Feststellbremse

 AB1B2CD2D3D4
S81,5 t82,0 t105,5 t123,5 t124,0 t141,5 t141,5 t
120
DB CE
100 171,5 t

Sonstige Vermerke:

Der Wagen ist für die Beförderung von Eisenerzen zu einem mit besonderen Entladeeinrichtungen (Tiefbunkern) versehenen Hüttenwerk vorgesehen. Er ist jedoch auch für die Beförderung von anderen nicht nässeempfindlichen Schüttgütern mit hohen spezifischen Gewichten verwendbar. Es sind jeweils 2 Wagen mittels einer Kuppelstange fest miteinander zu einer Einheit verbunden.
Der Wagenkasten besteht aus dem sattelförmigen Boden, den fest mit den Untergestell-Fachwerkträgern verbundenen Stirnwänden, den Seitenwänden, den vier an den Seitenwänden angelenkten Entladeklappen und dem Quersattel, der den Wagenkasten in zwei gleich große Kammern unterteilt. Die Sattelneigung beträgt 49°. Zwischen den Langträgern befinden sich die Hauptquerträger, die Träger für die Druckluftbremseinrichtung und für die Lagerung der Hauptverschlusswellen sowie an beiden Wagenenden die Tragkonstruktion für die Aufnahme der AK. Der Werkstoff für die Kasten- und Sattelbleche besteht aus S355J2G3Cu, derjenige für die Langträger aus QSt 380.
Das Öffnen und Schließen der Klappen erfolgt durch einen hydraulisch angetriebenen Daumenwellenverschluss. Zur Prüfung, ob die Klappen ordnungsgemäß verschlossen sind, dient die in Wagenmitte angeordnete Anzeigeeinrichtung mit gelber Signalscheibe. Diese ragt über die Seitenwand hinaus, wenn die Klappen nicht einwandfrei verriegelt sind.
Das Drucköl wird von der Radsatzpumpe in einem Hydro-Kolbenspeicher mit einem maximalen Betriebsdruck von 220 bar gegen den Druck hochgespannten Stickstoffs gefördert. Der Ladungszustand wird durch eine wegeabhängige Umschalteinrichtung im Speicher gesteuert, die bei gefülltem Speicher die Pumpe auf drucklosen Umlauf schaltet. Zur Betätigung der Klappen wird das gespeicherte Drucköl über die von Hand betätigten Steuerventile den zwei Betätigungszylindern, die in der Mitte des Wagens angeordnet sind und auf je eine Hauptverschlusswelle wirken, zugeführt.

 

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit!